Der Bahnhofsvorplatz von Nordosten ca. 196Ausgangspunkt der Stichbahn nach Neu-Isenburg (Stadt) ist der Bahnhof Neu-Isenburg, der 1852 an der nur acht Jahre zuvor gebauten Strecke von Frankfurt nach Heidelberg eröffnet worden ist. Seine ungewöhnliche Lage - etwa zweieinhalb Kilometer vom Stadtzentrum entfernt - ist dem geographischen Umstand geschuldet, dass es bei der Planung der Main-Neckar-Bahn getauften Linie die noch im Frankfurter Stadtgebiet liegende, knapp 150 Meter hohe Erhebung des Sachsenhäuser Berges zu umgehen galt. Dieser verhinderte ein näheres Heranführen der Trasse an die Hugenottenstadt und man entschied sich stattdessen dazu die Bahnlinie durch einen weiter westlich gelegenen Einschnitt im Gelände zu führen.
Betrieb am Verladeterminal Neu-Isenburg 1991Überregionale Bedeutung erhält der Isenburger Bahnhof aus seiner Funktion als Autoreisezugterminal, seit 1961 verfügt er als einzige Station in Hessen über eine entsprechende Verladestelle. Die Auswahl erfolgte dabei aufgrund seiner geographisch günstigen Lage; zentral im Rhein-Main-Gebiet gelegen und durch das naheliegende Frankfurter Kreuz gut an die Autobahnen 3 und 5 angebunden erstreckt sich sein Einzugsraum bis in die benachbarten Bundesländer.
Ehemaliger Kilometerstein der Main-Neckar-BahnAuch wenn man bisweilen den Eindruck bekommen könnte, dass sich die Deutsche Bahn AG im Zuge ihrer Modernisierungsmaßnahmen alle Mühe gibt jedes betriebsgeschichtliche Zeugnis zu entfernen, so finden sich im näheren Bahnhofsumfeld von Neu-Isenburg auch heute noch einige Spuren aus vergangen Tagen.