Stichstrecke nach Neu-Isenburg (Stadt)


Bahnübergang Hermannstr. 1970Die 1903 gebaute Stichstrecke nach Neu-Isenburg, die im Stadtgebiet den Charakter eines Industrie-Stammgleises hat, verbindet den an der Main-Neckar-Bahn gelegenen Bahnhof Neu Isenburg mit dem mittlerweile aufgelassenen Güterbahnhof Neu Isenburg (Stadt). Ihre Aufgabe war es, den im Süden der Stadt gelegenen Industriebetrieben einen Zugang zum Eisenbahnnetz zu gewähren und damit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt weiter zu fördern. Obwohl seit dem Jahresende 2003 kein Betrieb mehr stattfindet, wird die Trasse bis heute von der Stadt Neu-Isenburg, der Eigentümerin der Stecke, für die geplante Regionaltangente West freigehalten.

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Ehemalige Gleisanschlüsse im Stadtgebiet

Die Verbindungsstrecke nach Neu-Isenburg (Stadt) wurde seit ihrer Eröffnung im Jahr 1903 als reine Güterstrecke betrieben. Sie war ein wesentlicher Faktor bei der Erschließung des südlichen Industriegebietes der Stadt und Anreiz für die Ansiedlung von Unternehmen. Viele Betriebe nutzten im Laufe der Jahre die Möglichkeit mittels einem eigenen Gleisanschluss ihre Produkte per Bahn zu beziehen oder zu verschicken. Die nachfolgende Auflistung bietet hierzu einen Überblick und stellt die Firmen im einzelnen vor.
 
Zur besseren Dokumentation der teilweise längst verschwundenen Betriebe werden immer historische Fotos - vielleicht sogar von einer Bedienung eines der Gleisanschlüsse - , Unterlagen und weiterführende Informationen gesucht. Das Kontaktformular bietet eine einfache Möglichkeit zur Mithilfe um diese Seiten zu erweitern.
 
Anschluss:
 
Streckenkilometer:
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Der größte Gleisanschluss im Isenburger Stadtgebiet gehörte dem international tätigen Baukonzern Philipp Holzmann. Als einziger westlich der Main-Neckar-Bahn gelegent zweigte er direkt aus der Hauptstrecke ab und verfügte über eine eigene Werksbahn. 
Angelegt:
Abgebaut: 
vor 1997
Produkt: Baumaterial

thumb Philipp Holzmannthumb Holzmann AGWerkslok Holzmann

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Die BfB Verwertungsstelle

An der Südseite der Schleussnerstraße gelegen, prägt der rote Ziegelbau der Verwertungsstelle seit den zwanziger Jahren das Stadtbild von Neu-Isenburg. Das zu Anfang kurze Zeit von der Firma Jung, einem Hersteller der bekannten Frankfurter Würstchen, genutzte Gebäude mit seinen markanten Halbsäulen und dem zentralen Torbogen wurden bereits 1921, zeitgleich mit der Errichtung des Gleisanschlusses von der damaligen Reichsmonopolverwaltung für Branntwein übernommen. Als einer der ersten Kunden der Verbindungsbahn nach Neu-Isenburg Stadt war der Bundesbetrieb über viele Jahre ein bedeutender Arbeitgeber in der Stadt.

 

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Leder AG

Marcus Blaut Lederfabriken, AnsichtskarteHistorische Ansichtskarte der Marcus Blaut LederfabrikenDie Neu-Isenburger Leder Aktiengesellschaft gehörte zu den 1868 gegründeten Marcus Blaut Lederfabriken, einem Unternehmen mit Geschäftssitz in Frankfurt am Main und weiteren Zweigbetrieben in Elmshorn und Neckargemünd. Das Hauptgebäude mit dem markanten Doppelschornstein über dem Torbogen, direkt an der heutigen Schleussnerstraße gelegen, prägte über viele Jahr die westliche Einfahrt in die Hugenottenstadt. In dem Werk wurden ab den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Schuh- und Stiefelleder hergestellt, deren Verarbeitung durch Grubengerbung mit Eichenlohe erfolgte. Die großen Hallen beherbergten die für diesen Prozess benötigten Gruben, in denen das Leder teils über Monate lagerte. Einen beispielhaften Überblick darüber, wie es in den Hallen ausgesehen haben mag, bietet diese Seite: Lederfabrik Hammann.

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